ENDINGS ARE THE NEW BEGINNINGS

Stephanie von statour freut sich auf alles Neue

In den letzten Monaten habe ich mich häufig mit der Frage beschäftigt, wie ich mein Leben in den nächsten Jahren gestalten will. Als Designer definiere ich mich in großem Maße über meine Arbeit.

Das ist auf der einen Seite unglaublich schön, weil ich im Optimalfall durch mein tägliches Schaffen ein hohes Maß an Befriedigung und Lebensqualität erfahre. Auf der anderen Seite kann es aber auch verdammt kräftezerrend sein, da ich den "Feierabend", an dem ich die Tür hinter mir schließe und mir denke "Bis morgen!" eigentlich nur aus Erzählungen kenne. Seit der Schulzeit stand für mich fest, dass ich mit kreativer Arbeit meinen Lebensunterhalt bestreiten will und werde.

 

Nach ein paar Jahren in einer Werbeagentur zog es mich dann nach Leipzig und ich war etwas ratlos, wie es weitergehen soll. Vor ca 4 Jahren stand der Arbeitstitel ST'ATOUR für etwas eigenes. Schnell kam ich zum Entschluss, dass ich Schmuck machen will. Der Grund dafür ist recht pragmatisch: Ich habe nie Schmuck getragen, weil ich nie welchen gefunden habe, der mir gut gefiel, dazu qualitativ hochwertig und bezahlbar war.

 

So wurde über die Jahre aus einer fixen Idee meine oberste Priorität. Für die ich gern viel geopfert und Nächte durchgearbeitet habe.

Einige von Euch wissen, dass ich noch einen sogenannten Day-Job habe. Der bezahlt mir meine Rechnungen, ohne dass ich mir Gedanken darum machen muss. Nur glücklich war ich damit schon lange nicht mehr.

Vor einem Jahr saß mir die Entscheidung schon im Nacken. Setze ich alles auf eine Karte oder stampfe ich ST'ATOUR ein? Ich habe erstmal weiter gemacht wie bisher und wurde aber immer unglücklicher. Ich konnte das Pensum nicht mehr abarbeiten. An kreatives Arbeiten, träumen, spinnen, ausprobieren, verwerfen, neu anfangen war gar nicht mehr zu denken. Ein Tagesgeschäft ist schön, aber belastend, wenn man es unter größter Mühe nur zu 70% erledigen kann.

 

Soziale Kontakte? Einen Tag frei machen? Wochenende? Anfangs brauchte ich das nicht, ging ich doch in meiner Arbeit auf. Irgendwann habe ich mir gesagt, dass ich natürlich auch ein Leben neben der Arbeit brauche und habe es mir aufdiktiert, nur gönnen konnte ich es mir nicht.


Und da war sie wieder, die Entscheidung: Verzichte ich auf mein gesichertes Einkommen, auf meine Freizeit und sozialen Kontakte oder auf ST'ATOUR?
Diesmal habe ich mich ihr gestellt und meinen Job, der die Rechnungen bezahlt, geschmissen.

 

Durchfüttern müsst ihr mich ab sofort sowieso, also schnappt euch lieber noch etwas Schmuck dafür, ehe ich mich in der sozialen Hängematte lang machen muss. Also: Rüber in den Online-Shop, es gibt 20% Rabatt mit dem Code "HEARTZ4"!

 

Küsschen
Stephanie

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